Abtei­lung für Pho­nia­trie und Pädaudiologie

Schluck­stö­run­gen

Die pho­nia­tri­sche Abtei­lung der Uni­ver­si­täts­kli­nik für Hals-Nasen-Ohren-Heil­kun­de führt seit 2008 endo­sko­pi­sche Schluck­un­ter­su­chun­gen bei Stö­run­gen der obe­ren Schluck­stra­ße, den oro­pha­ryn­gea­len Dys­pha­gien, durch.

Die Unter­su­chung ist geeig­net für Pati­en­ten in jedem Alter- vom Säug­ling bis zum älte­ren Menschen.

Wir unter­su­chen Schluck­stö­run­gen unter­schied­lichs­ter Ursa­chen, zum Bei­spiel nach Schlag­an­fäl­len oder ande­ren Erkran­kun­gen des Ner­ven­sys­tems (neu­ro­mus­ku­lä­re Dys­pha­gien) oder nach der Behand­lung von Tumo­ren im Rachen- und Kehl­kopf (struk­tu­rel­le Dysphagien).

Jeder ein­ge­hen­den endo­sko­pi­schen Schluck­un­ter­su­chung (FEES ®) geht eine kli­ni­sche Schluck­un­ter­su­chung durch unse­re Logo­pä­den vor­aus. In eini­gen Fäl­len wird die Endo­sko­pie durch eine Rönt­gen­un­ter­su­chung des Schluck­akts (videoe­fluo­ro­sko­pi­sche Schluck­un­ter­su­chung) ergänzt.

Wäh­rend einer FEES ®kön­nen wir in vie­len Fäl­len  durch das Ein­üben geeig­ne­ter Schluck­tech­ni­ken mit dem betrof­fe­nen Pati­en­ten oder durch eine kon­trol­lier­te Nah­rungs­an­pas­sung die Schluck­fä­hig­keit ver­bes­sern. Eini­gen Pati­en­ten gelingt es durch die erlern­ten Übun­gen  nach eini­ger Zeit die natür­li­chen (phy­sio­lo­gi­schen) Abläu­fe des Schlu­ckens wiederherzustellen.

In ein­zel­nen Fäl­len ergän­zen wir die Übungs­be­hand­lung durch  ultra­schall­ge­steu­er­te Behand­lun­gen der Spei­chel­drü­sen zur Ver­rin­ge­rung der Spei­chel­pro­duk­ti­on, chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe zum Schutz der Luft­we­ge vor einem Ein­drin­gen von Nah­rungs­be­stand­tei­len oder zur Erleich­te­rung des Abhustens.

Das Ange­bot unse­rer Kli­nik beschränkt sich auf eine Kurz­zeit­the­ra­pie von in der Regel drei Tagen, die in den meis­ten Fäl­len durch eine anschlie­ßen­de ambu­lan­te Wei­ter­be­hand­lung vor Ort nach unse­ren Emp­feh­lun­gen ergänzt wer­den soll­te. Kon­troll­un­ter­su­chun­gen erfol­gen dann in unse­rer Kli­nik ambu­lant oder stationär.

Pati­en­ten, für die eine län­ger­fris­ti­ge, min­des­tens mehr­wö­chi­ge sta­tio­nä­re Schluck­übungs­be­hand­lung ärzt­lich ver­ord­net wur­de, wen­den sich bit­te an geeig­ne­te Reha-Kliniken.

Ori­en­tie­ren­de Schluck­un­ter­su­chun­gen bei unge­klär­ter Ursa­che einer Schluck­stö­rung bie­ten wir auf Ver­an­las­sung Ihres HNO-Arz­tes oder nach HNO-ärzt­li­cher Unter­su­chung auf Ver­an­las­sung Ihres Haus­arz­tes oder Neu­ro­lo­gen in unse­rer Schluck­sprech­stun­de im MVZ des Evan­ge­li­schen Kran­ken­hau­ses an.

Ein­ge­hen­de Schluck­un­ter­su­chun­gen zur Pla­nung und Durch­füh­rung einer endo­sko­pisch kon­trol­lier­ten Behand­lung, endo­sko­pi­sche Schluck­un­ter­su­chun­gen in den ers­ten Lebens­jah­ren oder bei Men­schen mit Mehr­fach­be­hin­de­rung  füh­ren wir im sta­tio­nä­ren Bereich durch.

Mit einer ent­spre­chen­den Ein­wei­sung durch ihren HNO-Arzt  oder nach HNO-ärzt­li­cher Abklä­rung auch durch ihren Neu­ro­lo­gen, Haus- oder Kin­der­arzt kön­nen Sie mit unse­rem Kli­nik­se­kre­ta­ri­at einen Auf­nah­me­ter­min vereinbaren.

Zuwei­sen­de Ärz­te kön­nen sich bei Fra­gen ger­ne per Fax oder Email an den lei­ten­den Ober­arzt der Pho­nia­trie über unser Kli­nik­se­kre­ta­ri­at wenden.

In unse­rer Kli­nik wer­den jähr­lich weit mehr als fünf­hun­dert endo­sko­pi­sche Schluck­un­ter­su­chun­gen durchgeführt.