Uni­ver­si­täts­kli­nik für Neurochirurgie

Hypo­phy­sen­chir­ur­gie

Die Arbeits­wei­se

Die Hirn­an­hangs­drü­se (Hypo­phy­se) sitzt als erb­sen­gro­ßes Organ an der Unter­sei­te des Gehirns in einem knö­cher­nen Raum, der Sel­la tur­ci­ca (=Tür­ken­sat­tel). Die medi­zi­ni­sche Behand­lung erfolgt medi­ka­men­tös, ope­ra­tiv oder ggfs. durch radio­chir­ur­gi­sche Methoden.

Erkran­kungs­bil­der

  • Hypo­phy­sena­de­no­me
  • Kra­nio­pha­ryn­geo­me
  • Intra­sel­lä­re Zysten
  • Meta­sta­sen

Die ope­ra­ti­ve Behand­lung der Hirn­an­hangs­drü­se (Hypo­phy­se) umfasst Pro­zes­se die von der Hypo­phy­se selbst aus­ge­hen (Hypo­phy­sena­de­no­me, Zys­ten) oder sekun­där in die soge­nann­te Sel­la­re­gi­on ein­wach­sen (z.B. Men­in­geo­me, Kra­nio­phar­ny­geo­me. Hypo­phy­sen­pro­zes­se sind häu­fig mit einer hor­mo­nel­len Aus­falls­sym­pto­ma­tik oder sel­te­ner mit Zei­chen der Hor­mon­über­pro­duk­ti­on ver­bun­den. Daher ist eine vor­aus­ge­hen­de Über­prü­fung der endo­kri­no­lo­gi­schen Funk­tio­nen der Hypo­phy­sen sehr wich­tig. Zusätz­lich kön­nen durch grö­ße­re Pro­zes­se Funk­ti­ons­stö­run­gen von Hirn­ner­ven, ins­be­son­de­re des Seh­ner­ven ver­ur­sacht wer­den, die durch einen Augen­arzt über­prüft wer­den müssen.

Mög­lichst scho­nen­de Vorgehensweise
Wenn eine ope­ra­ti­ve Ver­sor­gung erfor­der­lich ist, gelingt die­ses in den aller­meis­ten Fäl­len über eine Ope­ra­ti­on durch die Nase (trans­na­sal-trans­s­phe­no­idal). Eröff­nun­gen des Schä­del­kno­chens (Kra­nio­to­mie) sind nur sind beson­de­ren Situa­tio­nen erfor­der­lich. Die­se Ein­grif­fe wer­den bei uns rou­ti­ne­mä­ßig mit Unter­stüt­zung der Neu­ro­na­vi­ga­ti­on durch­ge­führt. Wäh­rend des gesam­ten sta­tio­nä­ren Auf­ent­halts wird die endo­kri­no­log­sche Betreu­ung durch die enge Zusam­men­ar­beit mit unse­ren Koope­ra­ti­ons­part­ner gesi­chert und die medi­ka­men­tö­se Begleit­the­ra­pie angepasst.